Unser Abenteuer - Polen

Polen ist eines dieser Länder, das man oft auf der Landkarte sieht, aber viel zu selten wirklich bereist. Damit ist jetzt Schluss! Wir haben den Camper beladen, die Playlist sortiert und uns auf den Weg gemacht, um unser östliches Nachbarland auf eigene Faust zu erkunden.

Was uns erwartet? Eine Mischung aus unberührter Natur, Städten, die vor Geschichte nur so strotzen, und einer Gastfreundschaft, von der wir schon viel gehört haben. Ein Roadtrip bedeutet für uns Freiheit: Dort anhalten, wo es am schönsten ist, und sich treiben lassen – von den Küsten der Ostsee bis hinunter in die rauen Berge des Südens. Begleitet uns auf dieser Reise durch ein Land voller Kontraste und Überraschungen!

Masurischer Landschaftspark

Wir sind heute früh gestartet, um im Masurischen Landschaftspark bei Krutyn zu wandern. Von hier kann man auch mit Kanus auf dem seichten Krytynia Fluss entlang paddeln. Aber wir sind zum Wandern da. Erst geht es an einen kleinen idyllischen See, dann an ein Moor vorbei. Hier steht mal wieder Wollgras, Erinnerungen tauchen bei uns auf. Anschließend kommen wir noch zum Mokre See, bevor es wieder zurück geht. Fast 9 km haben wir zurückgelegt bei strahlendem Sonnenschein. 

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Bootsfahrt

Wir sind immer noch in Mikolajki. Wir fahren übern See heute, den größten in Polen, den Sniardwy. Der Ort Mikolajki liegt am gleichnamigen See und dieser ist mit dem Sniardwy verbunden. Es geht zuerst an der Stadt entlang, mit immer wieder kleinen Anlegestellen und Booten, dann kommt das Schilfufer in Sicht und dahinter der dichte Wald. Der See ist 114 Quadratkilometer groß und 8m tief und man kann das gegenüberliegende Ufer gerade so noch erkennen. Das Wetter ist heute geradezu perfekt für einen Bootstrip, sonnig mit einer leichten Windbrise.

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Naturlehrpfad

Eine Wanderung führt uns heute in ein Naturschutzgebiet am Luknajno See, dieser ist bekannt durch die große Vielfalt an Zugvögeln und auch Adler gibt es hier und der Höckerschwan hat hier sein Gebiet zum Brüten. Wir schauen von einem Aussichtsturm auf den See, man sieht und hört wirklich viele Seevögel, auch Schwäne. Dann führt die Wanderung durch den Wald und vorallem an Wiesen und Feuchtgebieten mit vielen quakenden Fröschen vorbei. Es ist eine sehr schöne Wanderung bei bestem Wetter. Hier gibt es wirklich viele Naturgeräusche von Vögeln bis Bienen und Grillen. 

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Wallfahrtskirche Swieta Lipka

Stefan schaut sich die Wallfahrtskirche Swieta Lipka oder „Heilige Linde Basilika“ heute an, bevor wir weiterfahren. Unsere Gasflasche ist leer und obwohl es heißt, das Nachfüllen ist in Polen kein Problem, ist nach der fünften Anlaufstelle und einen Umweg von 100 km,  die Gasflasche immer noch leer. Wir vertagen dieses Unterfangen und fahren zum schönen Örtchen Mikolajki auf einen Stellplatz mitten in der Stadt. Wäsche waschen und ein paar Ausflüge sind geplant.

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Die Wolfsschanze

Wir besichtigen die Wolfsschanze, ein kleiner Rundweg führt über das Gelände. Die Bunker sind hier im Januar 1945 von der Wehrmacht selbst gesprengt worden, man kann nur teilweise reinschauen. Auf Schautafeln sind alle Gebäude erklärt. In manchen gibt es noch sehr anschauliche Ausstellungen, z. B. das Attentat auf Hitler von Stauffenberg oder der Warschauer Aufstand. Hier in der Wolfsschanze hat Hitler die meiste Zeit des Krieges verbracht (ca. 900 Tage).  Von 1941 bis 1945 war die Anlage in Betrieb, wie eine kleine Stadt organisiert mit 3 Zonen. Anfangs gab es Holzbaracken, diese wurden später mit Backsteinen ummauert und noch später kam der Stahlbeton. Zwischen 3 und 7 m dick. Durch die Zerstörung kann man das gut erkennen. Man fürchtete sich vor Luftangriffen, deshalb hat man es so verstärkt, es lag aber damals schon im Wald und wurde gut getarnt, und es gab auch nie einen Angriff aus der Luft. Es gibt erklärende Tafeln auch in deutscher Sprache. Danach waren wir essen, selbstgemachte Pirogi - sehr lecker.

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Burg Heilsberg

Heute Nacht standen wir in diesem Ort: Lidzbark Warminski. Hier gibt es mitten im Ort die Heilsberg-Burg/Schloss. Ein Teil ist Hotel und der andere Museum. Es gibt einen schönen Blumengarten zu sehen und man kann außen drumherum laufen. Die Anlage ist aus dem 14.Jh. und sehr gut erhalten. Wir schauen nur von außen.

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Ein Samstag

Wir standen heute Nacht wieder mal im Wald. Morgens empfängt uns dichter Nebel und es ist ziemlich mystisch. Wir gehen entlang eines Naturpfads durch den Wald und an einem kleinen See vorbei, es ist etwas hügelig hier. Oben auf dem „Berg“ (312m) gibt es einen hölzernen Aussichtsturm, nur die Aussicht bleibt uns heute mit dem Nebel leider verborgen. Weiter gehts in Richtung Masuren, auf einen Stellplatz in der Stadt Lidzbark Warminski.

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In die Vergangenheit

Mein Opa kommt aus Pommern, und zwar aus Ilawa, das ist mittlerweile eine ziemlich große, pulsierende Stadt. Sehr viel Wasser gibt es hier, wir spazieren ein wenig durch den Ort und an einem kleinen See entlang. Da niemand mehr die Straße von damals namentlich kennt, können wir uns nur einen groben Eindruck verschaffen. Sicher sah die Stadt damals, vor gut 80 Jahren, ganz anders aus, es war trotzdem schön, hier gewesen zu sein.

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Ein Waldspaziergang

An unserem Übernachtungsplatz am Forsthaus gibt es eine kleine Wanderung durch den Wald, diese unternehmen wir heute. Ansonsten ein wenig Hausarbeit, natürlich kochen, ein Süßkartoffelcurry steht auf dem Speiseplan und Stefan kümmert sich um Fotos und das neue Video.

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Danzig

Wir stehen direkt neben der Katharinen und Brigittenkirche, und die Glocken der Kirchen spielen sogar ein richtiges Lied ab zur vollen Stunde. Von hier aus sind es nur ein paar Meter bis zur Innenstadt. Wir sehen die Stadttore (Hohes Tor, Goldenes Tor, Grünes Tor, Krantor), das Große Zeughaus, das Rathaus, den Langen Markt mit dem Neptunbrunnen, die Uferpromenade, die Frauengasse, die Marienkirche, die ehemalige Markthalle, die Große Mühle und ganz viele schöne Häuser mit Stuck, Bemalungen und Verzierungen. Sie haben oft kleine Terrassen davor und Kellergeschäfte, das erinnert uns an Amsterdam. Wir genießen einen warmen Apfelkuchen mit Eis in einem sehr hübschem Café. Diese Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert, wir waren sehr angetan, hier hat es uns richtig gut gefallen. Im Anschluss verlassen wir die Stadt südwärts auf einen kleinen Wanderparkplatz im Wald.

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Sopot

Wir besuchen die längste Seebrücke Europas, in Sopot, mit 511,5 Metern. 1927 wurde sie erbaut und es gibt hier auch eine schöne Uferpromenade mit größeren Villen/Hotels. Wir genießen die Aussicht auf die stürmische See, man sieht viele Schiffe und der Hafen von Danzig kommt rechter Hand ins Bild. Danach fahren wir in die Innenstadt von Danzig auf einen bewachten Parkplatz.

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Und nochmal Düne

Nun ist Stefan dran, er wandert zur Düne. Wir sind uns einig, allein diese Naturerscheinung zu sehen, war es wert nach Polen zu reisen. Genau wie mir schon gestern, begegnet ihm auch hautnah ein Fuchs. Ich verbringe einen ruhigen Tag mit Schnuffel am Campingplatz.

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Die Wanderdüne von Leba

Ich starte heute alleine, da der Hund nicht in den Nationalpark darf, zur großen Wanderdüne von Leba. Es geht entspannt 8 km durch den Wald, bis man plötzlich davor steht. Es ist wirklich überwältigend, es sieht aus wie in der Wüste. Die Kinder rollen sich die Sandhügel hinunter, da bedauert man, dass man aus dem Alter raus ist, was für ein Spaß. Der Wind fegt über den Sand, die Schritte werden mühsam im Sand. Hier sieht man, wie der Wald verschluckt wird von dem vielen Sand. Zurück gehe ich am Meer entlang, barfuß natürlich, mal im Wasser, mal im Sand. In Richtung Leba sieht man immer mehr, wie das Meer den Wald auf den Dünen wegspült und zum Einsturz bringt. Das Wasser ist klar und es gibt weder Steine noch Pflanzen darin. Am Ende spüre ich meine Füße nicht mehr, sie sind eiskalt und 16,4 km, dass ist auch ziemlich erschöpfend.

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Das Kluki Museum

Eine Minderheit, die Slowinzen, lebte hier ziemlich wohlhabend bis zu ihrer Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg. Sie betrieben Fischfang, Aalstechen, Weben und Landwirtschaft. Die Fachwerkhäuschen sind Reetbedeckt. Wir lassen uns mit einer App durch das Gelände führen und lauschen den Beschreibungen vom Leben der Bewohner hier. 

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Kolberg, der Ferienort

Heute geht es in das wohl berühmteste Ostseebad, nach Kolberg. Wir schlendern die Uferpromenade entlang, Eisdielen, Cafes, Restaurants und kleine Läden reihen sich hier aneinander. Es geht gemütlich zu. Wir besichtigen das Denkmal zur Vermählung Polens mit dem Meer, die Mole und den Leuchtturm. Zurück geht es durch schön angelegte Parks, vorbei am Rathaus und in den Dom, wo mal wieder Gottesdienst ist. Die Stadt ist wirklich sehr schön und sauber, nett angelegt, es gibt extra einen Radlstreifen neben dem Fußweg, alles sehr durchdacht und für reichlich Erholungssuchende geeignet.

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Kolberg - Die Sümpfe

Wir machen uns auf zu den Kolberger Sümpfen, die sind Teil des Ökoparks Ost und 381 ha groß. Es ist ein Salzmoor mit seltener Flora und Fauna. Wir sehen Möwen, Schwalben, Gänse, Enten, Schwäne. Am Strand, der hier wirklich sehr schön ist, gehen wir zurück. Eine tolle Wanderung bei erfrischenden Temperaturen (8 Grad). 

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Ein Regentag

Es regnet den ganzen Tag. Wir standen heute Nacht schon am Leuchtturm von Niechorze. Er soll der Schönste an der polnischen Ostsee sein. Im Dunkeln ist er schön beleuchtet. Er ist unten viereckig und wird dann ab 19 m achteckig, die Kanten sind mit Backsteinen versehen. Er ist wirklich sehr schön. Wir wollten eigentlich hinaufsteigen, aber bei dem Wetter mit der ausbleibenden Fernsicht, verzichten wir darauf und fahren weiter nach Kolberg.

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Nationalpark Wollin

Wir wandern heute durch einen kleinen Teil vom Nationalpark Wollin. Es geht durch einen großen Buchenwald, die hellgrünen frischen Blätter leuchten richtig und obwohl es regnet, ist es richtig schön. Zurück geht es über den Ostseestrand, der ist menschenleer und die Möwen lassen sich vereinzelte Fischköpfe schmecken. Über eine Treppe, an der Klippe, die 51m hoch ist, kommt man auch schon bald wieder an den Parkplatz zurück. Stefan macht noch einen Abstecher zu den Bunkeranlagen, die sich hier im Wald verstecken. 

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Stettin

Wir besuchen Stettin. Viele Gebäude wurden während des 2. Weltkrieges zerstört und sind danach wieder aufgebaut worden. So z.B. die Jakobikathedrale. Im gotischen Stil ab 1971 wiederaufgebaut, ist sie heute eine der Größten des Landes. Wir hatten vom Turm einen eindrucksvollen Blick auf die Stadt und das Haff. Wir besuchten auch noch die Hakenterrasse, das Aushängeschild der Hanse- und Hafenstadt, sowie das alte Rathaus, die Peter und Paul Kirche, das Schloss der Herzöge von Pommern und das Nationalmuseum. Nach einem gemütlichen Mittagessen fuhren wir zu unserem Übernachtungsplatz, direkt am schönen Jezioro See.

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In der Natur

Wir fahren an den Fluss Klodawka, dieser wird hier immer wieder angestaut, es bilden sich kleinere Seen aber es gibt wenig Wasser eher eine Sumpflandschaft. Ein wahres Froschorchester empfängt uns und begleitet uns auf unserem Wanderweg. Es geht durch einen gemischten Buchenwald, mit Birken, Kiefern und frischen Lärchen. Ein Schwan schwimmt auf dem See und man hört und sieht Kraniche vorüberziehen. Viele Vogelstimmen erklingen im Wald. Danach geht’s zum Übernachten an einen kleinen Naturcampingplatz in Pyrzyce.

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Landsberg an der Warthe

Heute fuhren wir endlich wieder los, Richtung Osten. Wir überqueren die Oder-Brücke in Frankfurt und zahlreiche Fahnen in weiß/rot winken uns entgegen. In zwei Tagen ist hier Nationalfeiertag. Auch die Dörfer, durch die wir jetzt fahren sind geschmückt. Auf einem kleinen Rastplatz neben der Straße machen wir Mittagspause. Hier begegnen wir den ersten netten Einheimischen beim Grillen. Weiter geht’s nach Landsberg an der Warthe. Die Uferpromenade sieht toll aus, mit Café s und Barˋs und Wassersport auf dem Fluss. Wir spazieren zur Marienkathedrale, dem Marktplatz mit Brunnen und schönen alten Häuser, an der weißen Kathedrale vorbei zum Kopernikus Park und zurück an der Uferpromenade entlang. Von unserem Stellplatz hat man einen herrlichen Blick auf die gegenüberliegende abendliche Altstadt mit Musik.

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