Estland

Vergiss alles, was du über das klassische Osteuropa zu wissen glaubst. Estland ist ein absoluter Kontrast-Kosmos: Auf der einen Seite findest du unberührte Hochmoore, einsame Ostseeküsten und tiefe Urwälder. Auf der anderen Seite ist das Land ein digitaler Vorreiter, in dem du selbst mitten im Nirgendwo perfektes Netz hast.

Morgens durch den Nebel mystischer Moore wandern, nachmittags die Freiheit auf einsamen Straßen spüren und abends ungestört unter dem Sternenhimmel stehen – das ist Estland. Kein Massentourismus, sondern Natur pur und grenzenlose Freiheit für echte Entdecker.

Komm mit auf die Reise durch den wilden Norden des Baltikums!

Rebäse Wanderung

Wildes Gestrüpp sowohl auf den Wiesenpfaden, als auch auf den Waldwegen - Wahnsinn, total verwilderter Weg, bergauf - bergab. Und mit fast acht Kilometer auch nicht gerade wenig. Aber der Anblick der hügeligen Gegend und der blühenden Sommerwiesen ist es wert. Ich gehe heute allein hier entlang. Coco erholt sich und Stefan war ja gestern schon. Fast am Ende des Weges treffe ich auf Rindsviecher mit kleinen Kälbchen, die versperren mir den Weg, so nah will ich da ja nicht ran, wer weiß, also noch ein kleiner Umweg über die Wiese. Heute ist es sehr warm und schwül. Ich hatte 2 Liter Wasser dabei und alles leer. Ich bin ordentlich ins Schwitzen gekommen.

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So ein Tag

Es ist immer noch sehr warm, Coco geht es nicht so gut. Wir fahren nach Vosu zurück und gehen zum Tierarzt. Die junge Ärztin ist aus Deutschland und hat hier studiert und ist ausgewandert. Coco wird geröntgt, er hat Wasser in der Lunge, sie schickt uns weiter zur Uniklinik in Tartu. Dort wird er gleich stationär aufgenommen und behandelt und wir verbringen die Nacht am Parkplatz vor der Klinik.

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Ähijärve See

Da es heute sehr warm werden soll, wandern wir gleich früh los. Einen kleinen Rundweg hier am Ähijärve See. Unterwegs frühstücken wir auch, an einer kleinen Strandstelle. Leider verletzt sich Coco hier am Bein, er jault ziemlich stark und humpelt danach den Rest des Weges. Schade, es wird auch nicht besser den restlichen Tag, wir gehen hier baden und chillen im Schatten der Markise. 

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Suur Munamägi

Wir gehen zum höchsten Berg, dem Suur Munamägi. Es ist eher ein Spaziergang und ganz nah von unserem vorherigem Parkplatz. Oben angekommen, kann man auf einen Turm steigen und hat einen guten Blick auf die umliegende Hügellandschaft mit viel Wald und einigen Seen und Feldern. Danach fahren wir kurz einkaufen und tanken und dann gehts zum Karula Nationalpark, nach Ähijärva. Das Wetter hat sich von kalt und Regen zu warm und sonnig verwandelt und da wir jetzt am See stehen, gehts auch gleich noch baden. 

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Vällamäe Hügel

Heute hat es 18 Grad, dass ist ideales Wetter zum Wandern. Hier am zweithöchsten Berg von Estland, dem Vällamäe, ist es sehr bewaldet, es gibt kleine Moore dazwischen und oben auf dem „Gipfel“ kann man leider nichts sehen, da alles voller großer Bäume steht. Nichtsdestotrotz mussten wir einige Höhenmeter überwinden, z. T. richtig steil, was wir gar nicht mehr gewöhnt sind. Der Weg führte auch eine Weile durch Gestrüpp und durch ein kleines Moor, wo der Weg kaum noch vorhanden, d. h. überwuchert und kaputt war. Es ist sehr angenehm heute, sonnig mit ein wenig Wind. Wir verbringen den restlichen Tag hier am Parkplatz.

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Ein Fahrtag

Heute früh noch eine kleine Runde am Festungshügel von Patjala entllanglaufen und dann fuhren wir nach Tartu. Hier gibt es Waschautomaten und die 3 Wochen, unser Waschrhythmus, sind schon wieder rum. Sehr gute Anlage, schnell erledigt und danach noch kurz frisches Brot kaufen. Wir fahren dann noch bis kurz vor Haanja auf einen RMK Parkplatz, diesmal leider ohne Feuerstelle. Zum Füße vertreten gehen wir noch eine kleine Runde, den Hardomägi Bergweg entlang. Schnuffel trifft eine Beagledame, mit dem schönen Namen „Róse“, wir gehen ein Stück zusammen, sie mögen sich und es gibt einige Bussis.

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Der Valaste Wasserfall

Heute regnet es mal wieder, aber kein Problem, unser Ziel ist auch nass. Der Valaste Wasserfall ist mit 30,5m der Größte im Baltikum und er liegt bzw. mündet im Meer. Eine Treppe führt nach unten zum Strand, man kann z. T. auf den Wasserfall blicken, aber es ist auch ziemlich zugewachsen. Und die Treppe ist rutschig und wackelig. Naja wir gehen einzeln, Coco kommt da eh nicht lang. 

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Käsmu Wanderweg

In Käsmu gibt es die meisten Findlinge von ganz Estland, die der Gletscher hier zurück gelassen hat, der Größte ist der Matsikivi. Wir kommen auf der Wanderung bei Käsmu zuerst durch den Wald, hier liegt alles voller Steine und hier erreichen wir auch den Matsikivi. An der Spitze der Halbinsel wendet sich der Weg zur Küste entlang. Wir gehen ausgiebig baden und genießen die Sonnenstrahlen. Hier im Wasser, also ganz nah und auch da ganz hinten, liegen ewig viele Steine im Wasser. Ein schöner Tag. 

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Biberpfad und Altja

Wir bleiben noch im Nationalpark, und da es hier auch viele Biber gibt, begeben wir uns heute morgen auf einen kleinen Pfad, natürlich sehen wir keine, aber der Flusslauf ist sehr schön und Spuren vom Biber lassen sich entdecken.

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Oandu Wald

Wir sind im Lahemaa Nationalpark bei unserer ersten Wanderung angekommen, im Oandu Wald. Hier östlich von Tallinn gibt es bereits Bären. Wer hätte das gedacht. Das ist der älteste Nationalpark von Estland und es gibt weitläufige Wald- und Moorgebiete und die Küstenlandschaft mit ihren Findlingen, aber dazu später mehr. Wir wandern gute 4 km bei sonnigem Sommerwetter durch z.T. dichtem Wald mit viel Farnkraut. Eine Ruhe ist es mal wieder hier, nur Vogelgezwitscher. Der Parkplatz ist ein RMK Platz und wir bleiben hier über Nacht stehen. Sehr schön im Schatten und Grillplätze gibt es auch reichlich. Den Abend verbrachten wir am Lagerfeuer, sehr gemütlich war es mal wieder. Ein älterer Herr ist auch hier, aus Kiel, er ist 85 Jahre und möchte zur Barentssee hoch fahren, Respekt, wir sind beeindruckt und es wird uns immer in Erinnerung bleiben.

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Jägala Wasserfall

Den zweithöchsten Wasserfall Estlands schauen wir uns heute an und machen eine kleine Wanderung. Wir sind gestern schon hier angekommen und haben letzte Nacht hier verbracht. Der Wasserfall ist 8 m hoch und 50 m breit, er fällt rauschend über eine Felskante. Gischt steigt auf, man kann oben oder unten am Wasserfall stehen und den Wassermassen bei ihrem schnellen Lauf zu sehen. Heute ist Samstag und viele Besucher kommen zum Wasserfall.Der Rest des Tages dient der Entspannung und wird dem Wochenendgroßputz gewidmet. Wir bleiben nochmals für eine Nacht hier.

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